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Definition

Spitzenloses Schleifen (centerless grinding) ist ein Rundschleifverfahren, bei dem das Werkstück nicht zwischen Spitzen gespannt, sondern frei auf einer Auflageschiene zwischen Schleifscheibe und Regelscheibe geführt wird. Es stützt sich auf seinem eigenen Außendurchmesser ab und rotiert durch die Reibung der Regelscheibe.

Kurz erklärt

Drei Elemente bestimmen den Prozess: die Schleifscheibe (zerspant), die Regelscheibe (gibt Drehzahl und Vorschub vor) und die Auflageschiene (stützt das Werkstück). Die Werkstückmitte liegt bewusst etwas oberhalb der Mittelebene, damit sich Rundungsfehler über mehrere Umdrehungen „herausmitteln“ — so entsteht eine sehr gute Rundheit.

Zwei Grundvarianten: Beim Durchlaufschleifen (Durchgangsschleifen) wird die Regelscheibe leicht angestellt, sodass zylindrische Teile axial durchwandern — ideal für hohe Stückzahlen einfacher Wellen und Bolzen. Beim Einstechschleifen (Plunge) steht das Teil axial fest und die Scheibe stellt radial zu — nötig für Teile mit Absätzen oder Profilen. Der große Vorteil in der Serie: kein Zentrieren, kurze Taktzeiten und hohe Wiederholgenauigkeit. Grenzen liegen bei stark abgesetzten Konturen und sehr engen Konzentrizitätsforderungen zwischen mehreren Durchmessern — dort ist Schleifen zwischen Spitzen überlegen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen spitzenlosem Schleifen und Schleifen zwischen Spitzen?

Spitzenlos stützt sich das Teil auf seinem Außendurchmesser ab (ohne Zentrierung) — schnell und ideal für Großserien. Zwischen Spitzen wird über Zentrierbohrungen aufgenommen — besser für mehrere konzentrische Durchmesser und engsten Rundlauf.

Wofür eignet sich spitzenloses Schleifen besonders?

Für zylindrische Serienteile in großen Stückzahlen: Bolzen, einfache Wellen, Kolbenstangen. Es liefert kurze Taktzeiten bei hoher Wiederholgenauigkeit.

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