Wir verarbeiten bei Batal je nach Kundenwunsch in erster Linie härtbare, rostfreie Stähle wie 1.4034, 1.4112, 1.4125, 1.4057 oder ähnliche. Ebenfalls verarbeiten wir häufig 1.3505 oder auch austenitische Stähle wie 1.4301, 1.4305 oder 1.4310. Je nach Art der Rohteilfertigung kommen diese vom Coil oder vom Stab. Unsere Materiallieferanten befinden sich ausschließlich in Europa.
Gerade bei den Materialchargen spielt die Rückverfolgbarkeit eine besonders wichtige Rolle. Jeder einzelne Fertigungsauftrag wird bei Fertigungsbeginn mit der Chargennummer des Materials verheiratet. Diese Verknüpfung, wie auch alle anderen Chargenzusammenhänge, bleibt bis zum fertigen Produkt erhalten und ist für jeden Fertigungsauftrag über Jahrzehnte abrufbar.
Batal verfügt neben erstklassigen Zulieferern aus dem Bereich Drehen und CNC-Drehen auch über eine eigene Inhouse-Rohteilfertigung. Hier haben wir uns auf das adiabatische Trennen (High-Speed-Wirecutting) in einem Durchmesserbereich von 1,5 bis 6,2 mm spezialisiert. Das Material wird dabei ohne Abstechen abgelängt. Es fallen keine Späne und damit, abgesehen von Einstellteilen, keine Verschwendung an. Die prozessbedingte scharfe Kante an der Stirnfläche wird i.d.R. in einem Gleitschleifverfahren zu einem späteren Zeitpunkt verrundet. Diese sogenannte parabolische Verrundung ersetzt bei den meisten Motorwellen oder Ventilnadeln die klassische Fase als Einführhilfe in der Montage unserer Kunden.
Durch den hohen Output von bis zu 500 St./min ist diese Technologie ideal für Großserien im Bereich von x100 Mio./Jahr, wenn es das Bauteildesign ermöglicht. Sowohl Invest in zusätzliche Maschinenkapazität als auch Aufwand für Nachbemusterungen und Freigaben zusätzlicher Maschinen während der Ramp-Up-Phase eines großen Projektes bleiben so überschaubar.
Wenn es die Geometrie des Bauteils erfordert, müssen Rohteile auf klassischem Wege mit einem Drehprozess gefertigt werden. Merkmale wie Absätze, Zapfen, Fasen, Kuppen, Rändel oder auch Durchmesser > 6 mm können das klassische Drehteil notwendig machen.
Ausgehend von der Fertigteilzeichnung des Kunden erstellen wir die Roh- bzw. Drehteilzeichnung. Dabei berücksichtigen wir mit dem Know-How aus über 50 Jahren Wellenfertigung die Einflüsse und Erfordernisse aller Folgeprozesse, wie z.B. den zu erwartenden Härteverzug oder die voraussichtliche Längenänderung bei der Wärmebehandlung, indem wir die notwendigen Bearbeitungsaufmaße angeben. Besondere Merkmale der Kundenzeichnung reichen wir zum Lieferanten durch und engen dabei Kundentoleranzen entsprechend derer Cpk-Forderungen weiter ein.
Unsere Rohteillieferanten sind ausschließlich in Deutschland ansässige, zertifizierte Drehereien, welche regelmäßig durch uns auditiert werden. Zu diesen wenigen, handverlesenen Lieferanten pflegen wir seit Jahrzehnten sehr direkten und engen Kontakt, was gerade in den Phasen Entwicklung, Musterfertigung und Ramp-Up höchste Flexibilität und kürzeste Reaktionszeiten für unsere Kunden garantiert.
Wir schaffen die Voraussetzung für stabile Serienprozesse, indem wir die Rohteilgeometrie so vorbereiten, dass sie Einflüsse und Bedürfnisse der Folgeprozesse berücksichtigt.
Batal ist keine Dreherei, kein Wärmebehandler, keine Schleiferei, usw. – Batal ist all das in Einem! Alle Prozesse sind auf das Produkt „Präzisionswelle“ zugeschnitten, miteinander verknüpft, aufeinander abgestimmt und untereinander rückgekoppelt. Das Rohteil bildet den Anfang.
Gerade in der Entwicklungsphase bedarf es oft nur kleiner Änderungen der Kundenzeichnungen, um günstigere Fertigungswege zu ermöglichen. Entsprechende Beratung vor dem Design-Freeze kann dem Kunden viel Geld sparen, insbesondere wenn dadurch eine günstigere Art der Rohteilfertigung ermöglicht wird.
Die Rohteilauslegung definiert die geometrische Ausgangsbasis für alle nachfolgenden Bearbeitungsschritte. Nur mit der richtigen Ausgangsgeometrie lässt sich mit den Folgeprozessen die Kundenanforderung erfüllen.
Die richtige Rohteilauslegung beeinflusst direkt die Leistungsfähigkeit aller nachgelagerten Fertigungsschritte. Ungünstige Rohteilgeometrien können beispielsweise zu erhöhtem Aufwand, längeren Bearbeitungszeiten oder erhöhtem Werkzeugverschleiß führen.
Fachbegriffe zum Nachschlagen – aus unserem Technik-Lexikon:
Suchen Sie das technische Lieferantengespräch. Sprechen Sie so früh wie möglich mit uns über Ihr Bauteil, die Anforderungen, den Einsatzbereich und die benötigten Stückzahlen. So schaffen wir die Grundlage für eine fundierte technische Bewertung und können Sie noch während der Entwicklungsphase dahingehend beraten, ein möglichst günstiges und zukunftsfähiges Design zu wählen.
Wenn das Design in einer frühen Phase schon mit uns abgestimmt wurde, sind Themen wie Machbarkeit, Prozesskette, Prozessfähigkeiten, Messmittelfähigkeiten, Eliminierung von Kostentreibern und die allgemeine Serienfähigkeit des Designs im Prinzip schon erledigt. Anfragen für Bestandsteile, Teile nach dem Design-Freeze oder Teile basierend auf festen Vorgaben Ihrer eigenen Kunden prüfen wir dahingehend ebenso. Auf dieser Basis entsteht eine Einschätzung, die wir ebenso gerne im Rahmen eines technischen Lieferantengespräches mit Ihnen teilen.
Unser großer Vorteil: wir haben gar keine Musterfertigung!
Batal verwendet grundsätzlich, auch für Kleinstmengen, seine Standardprozesse auf Serienmaschinen. Bei der Skalierung des Projektes aus der Musterphase heraus in die Serie und während des Ramp-Ups werden nur vereinfachte Freigaben für Maschinenduplikationen, aber eben keine aufwändigen Freigabeprozeduren für Maschinenänderungen fällig.
Wir begleiten Ihr Projekt strukturiert mit klar definiertem Projektmanagement von der Bemusterung über die Safe-Launch-Phase bis in die stabile Serienfertigung – mit klaren Prozessen, dokumentierter Qualität und hoher Liefersicherheit.