Unsere modernen Durchlauföfen mit Schutzgasatmosphäre gewährleisten eine präzise und reproduzierbare Wärmebehandlung aller Lufthärter wie 1.4034, 1.4112, 1.4125 oder 1.4057. Die Schutzgasatmosphäre aus Wasserstoff und Stickstoff schützt die Werkstückoberflächen während der Wärmebehandlung zuverlässig vor Oxidation und Entkohlung. Das Ergebnis sind metallisch blanke, saubere Bauteiloberflächen, die in der Regel ohne Zunderbildung aus dem Prozess kommen. Dadurch werden aufwendige Nacharbeiten vermieden und die Oberflächenqualität sowie die Maßhaltigkeit der Bauteile erhalten.
Durch gezielte Modifikationen der Abschreckzone erreichen wir mit unseren Öfen beim Standardwerkstoff 1.4034 Ansprunghärten von bis zu 700 HV10, was die Literaturwerte für diesen Werkstoff deutlich übertrifft. Ebenso sind wir durch diese Modifikationen in der Lage den Härteverzug auf ein Minimum zu reduzieren.
Die kontinuierliche Prozessführung ermöglicht eine wirtschaftliche Fertigung für unterschiedlichste Chargengrößen – von Kleinserien bis hin zu hohen Stückzahlen. Die Chargengröße spielt bei einem Durchlaufofen keine Rolle, die Kosten je Bauteil bleiben gleich.
Mit der Kombination hoher Ansprunghärte, geringem Härteverzug, blanker Oberfläche und der Unabhängigkeit von festen Chargengrößen ist unser Härteverfahren anderen teuren Verfahren, wie dem Vakuumhärten im Kammerofen meist vorzuziehen.
Durch enge Temperaturtoleranzen, eine lückenlose Temperaturdokumentation und die automatisierte Prozessüberwachung werden konstante Behandlungsergebnisse und eine hohe Prozesssicherheit sichergestellt. Das Ergebnis sind reproduzierbare Werkstoffeigenschaften, kurze Durchlaufzeiten und eine wirtschaftliche Wärmebehandlung auf höchstem Qualitätsniveau.
Wir haben auch Kunden, welche unser äußerst wirtschaftliches Härteverfahren für ihre eigenen Bauteile entdeckt haben und uns als Lohnhärterei einsetzen. Voraussetzungen hierfür sind zum Ofeneinlauf passende Größe der Bauteile, lufthärtender Werkstoff und ausreichend Kapazität für Ihr Projekt. Fragen Sie uns!
Ergänzend zur Härtung bieten wir Tiefkühlbehandlungen an. Durch das gezielte und kontrollierte Abkühlen der Werkstücke auf sehr niedrige Temperaturen wird Restaustenit reduziert und das Gefüge weiter stabilisiert. Dies verbessert die Maßhaltigkeit, erhöht die Verschleißfestigkeit und kann die Lebensdauer der Bauteile nachhaltig steigern.
In unseren modernen Anlassöfen werden die gehärteten Bauteile gezielt auf die gewünschten mechanischen Eigenschaften eingestellt. Durch den Anlassprozess werden innere Spannungen reduziert und die gewünschte Kombination aus Härte, Festigkeit und Zähigkeit erreicht.
Unsere qualifizierten Mitarbeiter überwachen jeden Prozess sorgfältig und stellen sicher, dass sämtliche Wärmebehandlungen nach höchsten Qualitätsstandards durchgeführt werden.
Zur regelmäßigen Überprüfung der Anlagenqualität führen wir TUS-Messungen (Temperature Uniformity Survey) und SAT-Messungen (System Accuracy Test) durch. Dadurch stellen wir die Temperaturgleichmäßigkeit im Arbeitsraum sowie die Genauigkeit der Temperaturmess- und Regeltechnik sicher.
Unsere Wärmebehandlungsprozesse erfüllen die Anforderungen der CQI-9 und bieten unseren Kunden dokumentierte Qualität, maximale Prozesssicherheit und eine hohe Reproduzierbarkeit der Ergebnisse. So schaffen wir die Grundlage für zuverlässige Bauteile mit konstanten Werkstoffeigenschaften – vom Einzelteil bis zur Serienfertigung.
Bei fast allen Wärmebehandlern sind in den letzten Jahren die Preise für ihre Dienstleistungen zum größten Teil wegen der Energiepreise massiv gestiegen. Sowohl deren Basispreise als auch deren Energiezuschläge wurden mit jeder Krise immer weiter erhöht. Unsere Inhouse-Wärmebehandlung ist rein elektrisch. Durch unsere sehr hohe Eigenstromproduktion zum einen und durch langfristige Stromverträge zum anderen haben wir unsere Energiekosten im Griff und können ebenso langfristige Kostenstabilität in der Wärmebehandlung bieten.
Auf unseren Durchlauföfen werden ausschließlich Werkstoffe behandelt, die ihre geforderten Eigenschaften durch Luftabschreckung (Schutzgas) erreichen. Wärmebehandlungen mit Öl-, Wasser- oder Polymerabschreckung sind auf diesen Anlagen nicht möglich. Sollte der Werkstoff Ihres Bauteils beispielsweise eine Abschreckung in Öl erfordern, so haben wir externe Wärmebehandler, welche die gesamten Möglichkeiten verschiedener Arten von Wärmebehandlungen erweitern.
Wir setzen auf kontrollierte und reproduzierbare Wärmebehandlungsprozesse, um definierte Materialeigenschaften für anspruchsvolle Serienbauteile sicherzustellen. Entscheidend ist dabei nicht nur die erreichte Härte, sondern ein insgesamt stabiler Prozess, der Belastbarkeit, Funktionssicherheit und Serienfähigkeit zuverlässig absichert.
Die Wärmebehandlung sorgt dafür, dass Werkstoff und Bauteil auf die späteren Anforderungen abgestimmt sind. Härte, Festigkeit und Materialverhalten werden so eingestellt, dass die Funktion im späteren Einsatz zuverlässig erfüllt werden kann.
Damit die Wärmebehandlung nicht zur Streuquelle wird, muss sie kontrolliert, dokumentiert und reproduzierbar ablaufen. Genau das ist die Voraussetzung dafür, dass Bauteile in der Serie gleichbleibende Eigenschaften aufweisen.
Die Wärmebehandlung wirkt nicht isoliert, sondern beeinflusst direkt, wie sicher nachfolgende Bearbeitungsschritte und die spätere Bauteilfunktion ablaufen. Sie ist deshalb ein zentraler Baustein einer stabilen Prozesskette.
Wärmebehandlung ist mehr als ein nachgelagerter Härteschritt. Sie muss so in den Gesamtprozess eingebunden sein, dass Materialeigenschaften reproduzierbar entstehen und die Anforderungen an Funktion, Belastbarkeit und Lebensdauer sicher erfüllt werden. Nur so wird aus einem präzise gefertigten Teil auch ein dauerhaft funktionssicheres Serienbauteil.
Geometrische Präzision allein reicht nicht aus, wenn ein Bauteil im späteren Einsatz mechanisch belastet wird. Erst die richtige Wärmebehandlung stellt sicher, dass Härte, Festigkeit und Werkstoffverhalten zur Anwendung passen. Sie ist damit ein wesentlicher Faktor für Verschleißverhalten, Lebensdauer und eine dauerhaft verlässliche Funktion in der Serie. Auch die Korrosionsbeständigkeit vieler Werkstoffe entfaltet sich erst vollends am gehärteten Bauteil.
Definierte Materialeigenschaften erhöhen die mechanische Widerstandsfähigkeit des Bauteils.
Kontrollierte Prozesse sorgen für gleichbleibende Ergebnisse über große Stückzahlen hinweg.
Die Wärmebehandlung ermöglicht die spätere Bauteilleistung im dauerhaften realen Serieneinsatz.
Fachbegriffe zum Nachschlagen – aus unserem Technik-Lexikon: