Technik-Lexikon

Fachbegriffe aus Schleiftechnik, Wellen- und Achsenfertigung sowie Qualitätssicherung – kurz und verständlich erklärt. Für Konstrukteure, Einkäufer und Qualitätsverantwortliche, die mit Präzisionswellen arbeiten.

Die Prozessfähigkeit gibt an, wie sicher ein Fertigungsprozess die geforderte Toleranz einhält.
Drall ist eine feine, schraubenförmig (helixartig) umlaufende Struktur auf der Mantelfläche eines rotationssymmetrischen Bauteils, die bei der Bearbeitung entstehen kann.
Die Erstbemusterung ist der formale Nachweis eines Zulieferers, dass ein Bauteil aus dem serienmäßigen Fertigungsprozess alle Zeichnungs- und Spezifikationsanforderungen erfüllt — bevor die Serienlieferung freigegeben wird.
IATF 16949 ist die international anerkannte Norm für Qualitätsmanagementsysteme in der Automobilindustrie.
Die Maßtoleranz ist der zulässige Bereich, innerhalb dessen ein Istmaß vom Nennmaß abweichen darf.
Oberflächenrauheit beschreibt die feinen Unregelmäßigkeiten einer bearbeiteten Oberfläche.
Rundheit ist ein Formelement, das angibt, wie stark der Querschnitt eines Werkstücks vom idealen Kreis abweicht.
Rundlauf bezeichnet die Abweichung einer rotierenden Fläche von ihrer Bezugsachse während einer vollen Umdrehung.
Das Schleifaufmaß ist die zusätzliche Materialschicht, die ein Werkstück nach der Vorbearbeitung (Drehen, Härten) gegenüber dem Endmaß behält und beim Schleifen abgetragen wird.
Schleifbrand ist eine thermische Schädigung der Werkstückrandzone, die beim Schleifen durch zu hohe Prozesstemperatur entsteht.
Spitzenloses Schleifen (centerless grinding) ist ein Rundschleifverfahren, bei dem das Werkstück nicht zwischen Spitzen gespannt, sondern frei auf einer Auflageschiene zwischen Schleifscheibe und Regelscheibe geführt wird.
Superfinish (Kurzhubhonen) ist ein Feinstbearbeitungsverfahren, bei dem ein oszillierender Honstein mit feiner Körnung unter geringem Druck auf die rotierende Werkstückoberfläche wirkt.
Eine Welle ist ein rotierendes Maschinenelement, das Drehmoment überträgt und dabei auf Torsion und Biegung beansprucht wird.
Eine Zentrierbohrung ist eine genormte, kegelige Vertiefung in der Stirnseite einer Welle, die das Bauteil zwischen den Körnerspitzen einer Dreh- oder Schleifmaschine aufnimmt.